Die 10 größten Schlafmythen, die dich nachts wachhalten

Von Nadine Frick  |  Dez 8, 2016
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Geh früh ins Bett. Nein, bleib lange auf. Aber steh früh auf. Oder schlaf dich doch aus. Telefon aus, aber der Fernseher darf an bleiben. Schlaf mindestens 6, aber nicht 10 Stunden. Nimm keine Schlaftabletten, sondern Melatonin.  Honigmilch oder doch Rotwein? 

Die Ratschläge zum Thema Schlafen nehmen kein Ende. Wenn du jetzt schon Mühe hast, Schlaf zu bekommen, dann lass dir von den ganzen Einschlafmythen nicht noch den letzten Schlaf rauben. Was du nicht weisst, hält dich nämlich die ganze Nacht wach. Wir haben für dich die zehn größten Mythen zum Thema Schlaf gesammelt und recherchiert, was dahinter steckt – damit kannst du nachts beruhigt schlafen. 

1. Übers Wochenende holst du verpassten Schlaf auf.

Hast du diese Woche mal wieder ein paar Überstunden im Büro gemacht oder einige soziale Nachtschichten in guter Gesellschaft eingelegt? Oder hast du die letzten 5 Nächte – wie wir – mit einem exzessiven Netflix-Serienmarathon Netflix verbracht? Wenn es dann endlich Freitag ist, steckst du schon tief im Schlafdefizit und obwohl wir es ungern zugeben: ein bisschen Ausschlafen am Wochenende wird’s nicht richten. Studien zeigen, dass zu wenig Schlaf nicht aufholbar ist und deshalb auf lange Sicht das Gedächtnis schwächt. Wenn du dir also den coolen Spruch vom Hauptdarsteller in vierten Episode von Staffel 3 merken willst, gönnst du dir lieber regelmässig eine ordentliche Mütze Schlaf.

2. Sekundenschlaf lässt sich mit frischer Luft und lautem Radio vermeiden 

Müde Autofahrer sind der Grund für viele Unfälle auf Deutschland’s Strassen. Jeder vierte tödliche Unfall entstand laut ADAC durch Sekundenschlaf. Anstatt also lässig die Scheibe runterzukurbeln oder die Lautsprecher dröhnen zu lassen, empfehlen wir einfach kurz anzuhalten. Ein Kaffee, ein bisschen Bewegung und ein wohlverdientes Nickerchen an der Autobahnraststätte schaffen Abhilfe. Und wie viel Schaden kann ein Powernap anrichten? Eben.

3. Gähnen bedeutet, dass unser Körper auf Sparmodus läuft.

Normalerweise ist Gähnen ein Anzeichen für Müdigkeit. In Wahrheit wissen wir aber immer noch nicht genau, weshalb wir gähnen oder warum es so ansteckend ist. Trotz modernster Technik und einer ausgereiften Wissenschaft, der Chasmologie, kommen wir nicht dahinter. Klar ist nur, dass wir reflexartig gähnen, genauso wie es auch Igel, Löwen oder Affen tun. Von daher kannst du dir die Unterdrückungsversuche sparen und dich ordentlich ausgähnen.

4. Regulärer Schlafrhythmus wird überbewertet.

Dann zu arbeiten wenn alle schlafen oder als Jetsetter durch die Zeitzonen zu fliegen, ist für uns schwieriger als gedacht. Unsere innere Uhr gibt ihren eigenen Takt an – deshalb ist zum Beispiel in der Nacht zwischen 3 und 4 Uhr unsere Leistungsfähigkeit am geringsten. Dann zu arbeiten oder unterwegs zu sein, ist gar nicht so einfach. Der Körper braucht Zeit, sich dem neuen Rhythmus anzupassen – da hilft auch der trommelnde Bass beim Feiern nicht.

5. Je früher du ins Bett gehst, umso schneller kannst du einschlafen.

Du liegst ewig wach, kannst nicht einschlafen, drehst und wendest dich? Dann hast du diesen Ratschlag wahrscheinlich schon öfter zu hören bekommen. Der Schlaf vor Mitternacht soll der Beste sein, jedoch stimmt dies nicht immer. Am wichtigstens ist immer noch die Qualität des Schlafes, egal ob vor 12 oder danach. Vielleicht anstatt ein paar Schafe zählen?

6. Schäfchen zählen hilft immer.

Experten sagen die Eintönigkeit des Zählens soll dich einschlafen lassen, was aber meistens nicht funktioniert. Wir finden, es ist viel zu stressig so viele Schafe im Auge zu behalten oder zu wissen, ob wir die jetzt schon gezählt haben. Experten empfehlen daher auch, sich einfach eine eher entspannte Situation vorzustellen, wie zum Beispiel am Strand. Mit Cocktail. Und rauschenden Wellen. Und Liegestuhl …

7. Sporteln und Schwitzen schadet Schlafmützen.

Nach der entspannenden Strandszene kommt der nächste Mythos genau richtig. Bist du auf der Suche nach einer Ausrede heute mal nicht zum Sport zu können? Fehlanzeige. Denn eigentlich können vor allem leichte sportliche Aktivitäten sogar helfen, besser zu schlafen. Von intensiverem Training kurz vor dem Zubettgehen wird allerdings abgeraten, da dies den Kreislauf zu sehr ankurbelt. Nochmal Glück gehabt – wir finden auf der Couch bequem zu liegen, ist quasi Yoga.

 

8. Vor dem Schlafengehen noch einen Kaffee zu exen ist kein Problem.

Wer hat nicht schon mal vor Freunden geprahlt, wie viel Kaffee man abends noch trinken kann? Das kann durchaus sein, aber die Nebeneffekte von zu viel Koffein beeinflussen deinen Schlaf trotzdem. Zum Beispiel verstärkt sich die Wirkung vom Kaffee noch mehr, wenn man auf grelles Licht starrt – wie das vom Handy-Bildschirm. Der letzte Espresso verschiebt außerdem die innere Uhr nach hinten und lässt dich somit nicht tief oder manchmal auch gar nicht schlafen. Lass die Tasse stehen, leg dich hin und wach pünktlich zum nächsten Venti auf.

9. Ein spätes Abendessen ist ungesund.

Für alle, bei denen das Kühlschrank als fest etablierte Lichtquelle in der Küche gilt, gibt es gute Neuigkeiten. Vor der Nachtruhe zu snacken soll sogar helfen, besser zu schlafen. Mit komplexen Kohlenhydraten und ein wenig Fett deckt man den Verbrauch über die Nacht ab. Ideal dafür ist zum Beispiel Erdnussbutter – am Besten direkt aus dem Glas mit dem Löffel. Danach kannst du dich gesättigt auf’s Ohr hauen und vom Frühstück träumen.

10. Du brauchst genau 8 Stunden Schlaf.

Heutzutage sind 8 Stunden das Nonplusultra. Früher jedoch, so argumentieren Forscher, hatten unsere Vorfahren zwei Einheiten Schlaf pro Tag. Nach getaner Arbeit wurde erstmal ein 4-Stunden Nickerchen eingelegt. Danach kamen Hausarbeiten, Familie und Freunde dran, bevor man sich nochmal 4 Stunden hinlegt. Das nannte man dann erster und zweiter oder „segmentierter Schlaf“. Bei Experimenten stellte sich raus, dass wir ohne künstliches Licht diesen Rhythmus wieder übernehmen. Wie Paleo aber dann für die Nachtruhe.

Lass dir von diesen Mythen nicht deinen wohlverdienten Schlaf rauben und mach’s dir gemütlich.

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