Warum 2017 das Jahr des Liegenbleibens wird

Von Nadine Frick  |  Dez 8, 2016
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone

2016 war aufregend und anstrengend – Snapchat, Instagram, InstaStories, Facebook Live, hier ein Herz, da ein Daumen, Kimye und Brangelina. Wer kann da schon mithalten?

Vieles dreht sich auch bei uns um das sogenannte „FOMO“ – die Angst, etwas zu verpassen. Immer öfter leiden wir unter der Nervosität, bei aufregenden oder weltbewegenden Momenten nicht dabei zu sein.

Allerdings sollte diese Ära sich mit dem Jahr dem Ende zu neigen und im Jahre 2017 mit dem Motto „JOMO“ ersetzt werden. Die Freude etwas zu verpassen – „the Joy of Missing Out“ – bringt nämlich mehr Gemütlichkeit, Kannen voller Tee und Netflix-Marathons. Einfach mal abschalten, abhängen, ausschlafen oder ausspannen – ohne schlechtes Gewissen.

dsc01824-1

2016 war wohl das Jahr der Bequemlichkeit – von Netflix&Chill über jegliche Lieferservice bis hin zur Mannequin-Challenge. Trotzdem ist dieser Trend in Deutschland noch nicht wirklich angekommen. Googelt man JOMO findet man unter anderem einen DJ auf Soundcloud,  Wandeinbauspülkästen, elektronische Zigaretten, einen Flughafen in Nairobi oder auch ein Kinderbuch.

Die sorgen zwar bestimmt auch für Unterhaltung, haben aber nichts mit JOMO zu tun. 2017 soll zelebriert werden, dass man Zuhause bleibt, lästige Verpflichtungen absagt oder auch mal den Wecker ignoriert. Dies passt aber so gar nicht zur Deutschen Mentalität von Pünktlichkeit, Effizienz oder Pflichtbewusstsein.

Wie schaffst du es also, FOMO zu überwinden und JOMO zu feiern:

  • Aufwärmübung: Leg mal dein Handy weg, wenn du Zuhause bist. Studien beweisen, dass uns ein wenig Abstinenz durchaus gut tut und unsere „Glücksbatterien“, wie im Artikel beschrieben, wieder aufgeladen werden.
  • Mach Schluss: Entfolge den endlosen Instagram-Profilen, die sofortiges FOMO auslösen und fokussiere dich auf Gleichgesinnte. Geteiltes verpassen, ist halb dabei – quasi so, als wär man eh dabei gewesen.
  • Trag dich ein: Erhalte regelmässige Produktempfehlungen für ein Zuhause, in dem es sich lohnt zu bleiben.
  • Sei stolz: Du wirst nicht alt. Auch nicht faul. Und schon gar nicht träge. Du triffst deine eignen Entscheidungen – ohne schlechtes Gewissen und mit noch mehr Spaß daran.

Noch nicht überzeugt? Schlaf eine Nacht darüber und sag die Pläne für Brunch ab. Dann überlegs dir nochmal.

Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someone